Historie

Die Gründung der Gesellschaft wurde auf dem 2. Weltkongreß für Biologische Psychiatrie in Barcelona im September 1978 beschlossen.
Die Generalversammlung der World Federation of Societies of Biological Psychiatrie hatte damals dazu aufgerufen, daß Delegierte von nationalen Gesellschaften an der Generalversammlung teilnehmen sollten. Während des Kongresses wurde eine Liste von deutschen Kollegen erstellt, die als Komitee zur Gründung einer Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie dem Generalsekräter der World Federation übergeben wurde.

Die 17 Namen der seinerzeit übergebenen Liste waren die folgenden:
Beckmann, Bouchard, Erhardt, Fünfgeld, Haase, Herz, Hopf, Huber, Keup, Kleine, Krieglstein, Netter, Reimer, Seeler, Tremblau, Wesemann, Zimmermann.

Die Gründungsversammlung der Gesellschaft fand im April 1979 in Marburg statt. Daran nahmen die Herren Beckmann, Ehrhardt, Fünfgeld, Keup, Kleine, Krieglstein, Netter, Reimer, Tremblau und Zimmermann teil.
Es wurde der Entwurf einer Satzung vorgelegt und ein Vorstand, bestehend aus Präsident, Vizepräsident, Schatzmeister und Sekretär, gewählt. Die erste ordentliche Mitgliederversammlung der Gesellschaft wurde im September 1979 in Weinsberg abgehalten.

Ziele

Gemäß der derzeit gültigen Satzung kann die Gesellschaft und deren Ziele wie folgt charakterisiert werden:
Die DGBP will die auf dem Gebiet der biologischen Psychiatrie tätigen und wissenschaftlich interessierten Ärzte, Naturwissenschaftler und Psychologen unter der Zielsetzung vereinen, Forschung, Lehre sowie die praktisch wissenschaftliche Tätigkeit und die gegenseitige Information zu fördern:

  • Verbesserung des Wissens zu Diagnostik und Therapie psychiatrischer Erkrankungen
  • Verbesserung der Qualität biologisch orientierter Forschung in Deutschland
  • Verbesserung der Forschungsmöglichkeiten insbesondere von Nachwuchswis-senschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern in Deutschland
  • Verbesserung der Förderung biologisch orientierter Forschung in der Psychiatrie durch anerkannte Förderer wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMBF) sowie die Europäische Union (EU)
  • Verbesserung des Impactfaktors des Publikationsorgans European Archives of Psychiatry and Clinical Neurosciences, so dass es eine echte Alternative zu den gängigen anglo-amerikanischen Publikationsmedien darstellt

Hieraus ergeben sich folgende Aufgaben:

  • Gezielte Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern durch regelmäßige Tagungen, in denen die aktuellen Forschungsthemen systematisch aufgearbeitet werden
  • Systematische Verbesserung der Forschungsförderung sowohl in der Qualität wie auch Quantität bei den oben genannten Förderinstitutionen
    Verbesserung der Attraktivität, um im European Archives of Psychiatry and Clinical Neurosciences zu publizieren und hierüber dessen Impact zu verbessern
  • Verstetigung einer DGBP-Plattform für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler in Deutschland zu schaffen, die eine frühere und nachhaltigere Identifikation mit dem Fach Psychiatrie und Psychotherapie erlaubt.

Dieser Zielsetzung dienen wissenschaftliche Tagungen, die Herausgabe von Publikationen, gesundheits- und wissenschaftspolitische Initiativen und die Aufklärung der Öffentlichkeit über Grundlagen, Probleme und therapeutische Möglichkeiten der biologischen Psychiatrie.